Unter dem Erotikshop, auch Sexshop, versteht man einen Laden in dem man Sexartikel wie z. B. Spielzeuge, Pariser, Unterwäsche, Pornomagazine und erotische Spaßartikel erwerben kann. Des Weiteren werden Filme erotischen Inhalts in sogenannten Videokabinen angeboten oder Live-Striptease-Auftritten mit Tänzerinnen oder Tänzern um das Offerte zu erweitern und den Käufern einen Mehrwert zu bieten. Der erste Sexshop weltweit wurde 1962 in Flensburg von Beate Uhse eröffnet. Beate Uhse, die erst nach ihrer Pilotenkarriere eine Geschäftsfrau wurde, besitzt in Deutschland noch immer die populärste und erfolgreichste Kette an Erotikshops, die ihren Namen einschließen.
Sex für alle
Auch wenn statistische Informationen nur mühevoll die genaue Anzahl der Fun Factory in der Bundesrepublik preisgeben, gibt es sehr Viele. Auch Netz-Sexshops sind angesehen, da man dort ungestört durch das Sortiment schauen kann und sich ohne Schuldgefühle oder Druck dasjenige ordern kann, was die eigenen sexuellen Phantasien befriedigt. Die Lieferung kommt meistens in einer nicht auf den Sexshop zurückführbaren Verpackung durch den Paketlieferanten an die Hausadresse.
Früh übt sich
Deutschland ist bezüglich Sex neben Großbritannien, Holland und der Tschechei eines der offensten Länder in Europa und weltweit. Durch den frühen Sexualkundeunterricht erfahren Kinder und Jugendliche schon früh, was es bedeutet Sex zu haben und wie man sich verhütet um Krankheiten oder der Empfängnis vorzubeugen. Grundsätzlich machen die Heranwachsenden auch frühzeitig die ersten erotischen Erfahrungen. Der deutsche Jugendliche hat laut Aussagen durchschnittlich mit 15 – 16 Jahren das erste Mal Sex und 1/3 der Jugendlichen zwischen 14 und 17 praktiziert diesen regelmäßig.
Sexshops und ihre gesellschaftliche Integration
Es erstaunt wenig, dass das Erotikshopbusiness in Deutschland floriert. Einzig die Beate Uhse Erotikshops konnten 2006 einen Umsatz von fast 271 Mio. Euro verzeichnen. Das zeigt, dass die Sexshops ein fester Bestandteil der Gesellschaftsstruktur und deshalb nicht mehr wegzudenken sind. Vergleichbare Entfaltungen beobachten Analysten auf der gesamten Welt. Erotikshops gewinnen auch international an immerzu mehr Wichtigkeit und schon seit langem nicht mehr für vereinzelte Leute sondern auch vom gesellschaftlichen Aspekt gesehen. Geht eine Bindung nicht ausgesprochen gut, mag dies an dem Sexleben der Leute liegen. Zuweilen ist es immer wieder das identische Spiel, was nach einiger Zeit fad wird. Kommen zusätzliche Sextoys zur Beihilfe, so wie beispielsweise Dessous oder Vibratoren, kann das Bettgeflüster und somit auch die Beziehung an sich wieder angefacht werden. Das erspart meist die Visite beim Ehe- oder Beziehungsberater und ist sicher mit mehr Begeisterung verbunden.
Erotik im professionellen Licht
Haben Sie schonmal einen Erotikshop besucht? Falls ja, waren Sie möglicherweise schön überrascht. Bereits lange haben die Sexshops ihr verruchtes Image abgeworfen und zeigen eine professionelle Organisation für jegliche Käuferarten wie auch fachmännische Beratung bei der Kaufentscheidung. Die Verkäufer sind trainiert und stehen dem Abnehmer tatkräftig beim Kauf zur Seite. Die Innenausstattung gleicht mit den Schränken einem Fachgeschäft für besondere Waren, so dass man in den meisten Fällen nicht mehr daran denkt in einem Sexshop zu stehen. Bei der Fortentwicklung kann man vorhersehen, dass Erotikshops in Kürze gesellschaftlich genauso integriert sind wie Supermärkte oder Zeitungsläden. Halt ziemlich normal.